Was definiert Lo-Fi?

Lo-Fi (Low Fidelity) umarmt Imperfektionen. Während die meiste Produktion auf sauberen, polierten Sound abzielt, fügt Lo-Fi absichtlich Wärme, Rauschen und Textur hinzu. Das Ergebnis fühlt sich intim und nostalgisch an, wie Musik, die aus einem Plattenspieler im Nebenraum spielt.

  • Tempo: 70 bis 90 BPM. Langsam und entspannt.
  • Drums: Sanft, gedämpft, leicht geshuffled. Nicht knackig oder aggressiv.
  • Akkorde: Jazzig, warm, oft mit 7er- oder 9er-Erweiterungen. Rhodes-, Piano- oder Pad-Sounds.
  • Bass: Rund, warm, zurückhaltend. Den Akkordgrundtönen folgend.
  • Melodie: Einfach, sanft, oft mit Vinyl-Knistern oder Tape-Wobble-Feeling.
  • Textur: Alles fühlt sich leicht gefiltert an, warm und weich an den Kanten.

Schritt 1: Langsame Drums

Tempo auf etwa 80 BPM stellen. Drums öffnen und ein entspanntes Pattern bauen:

  • Kicks auf Beats 1 und 3 (Steps 1 und 9) setzen. Einfach halten.
  • Snare oder Clap auf Beats 2 und 4, aber wenn möglich leicht off-grid. Lo-Fi Drums sollten sich locker anfühlen, nicht starr.
  • Hi-Hats in einem Pattern mit Lücken. Nicht auf jedem Step. Hats auf Steps 3, 7, 11 und vielleicht 14 erzeugen einen entspannten Shuffle.

Der Schlüssel ist Zurückhaltung. Lo-Fi Drums sind leise und dezent.

Schritt 2: Warme Akkorde

Wechsle zu Groove und wähle ein Rhodes-, Wurli- oder Piano-Preset. Tonleiter auf Natürlich Moll oder Dorisch stellen. 2 bis 4 Akkordwechsel über das Pattern bauen. Jeder Akkord besteht aus 2-3 vertikal gestapelten Noten.

Filter anwenden, um einige Höhen abzuschneiden. Lo-Fi Akkorde sollten warm und gedämpft klingen, nicht hell und präsent. Moderates Reverb für ein spaciges, traumhaftes Feeling hinzufügen.

Schritt 3: Einfacher Bass

Wechsle zu Bass. Den Grundton jedes Akkords spielen, einen pro Takt oder pro Beat. Tief, rund und leise halten. Der Bass unterstützt die Akkorde, ohne zu konkurrieren. Leichten Filter-Cutoff zum Abrunden des Tons.

Schritt 4: Eine sanfte Melodie

Wechsle zu Groove oder Synth. Eine einfache Melodie mit 3-5 Noten spielen, meist stufenweise bewegend. Lange Pausen zwischen Phrasen lassen. Die Melodie sollte sanft ein- und ausfließen, nicht Aufmerksamkeit fordern.

Reverb und vielleicht etwas Delay hinzufügen, damit die Melodie schwebt.

Schritt 5: Textur und Wärme

Lo-Fi bekommt seinen Charakter durch Textur. In DAWG:

  • Den Filter auf jedem Instrument nutzen, um einige Höhen abzuschneiden. Nichts sollte knackig klingen.
  • Sanften Drive/Sättigung auf Akkorde und Bass für analoge Wärme.
  • Moderaten Reverb auf Akkorde und Melodie.

Schritt 6: Leise mixen

Lo-Fi Mixes sind nicht laut. Alles runterziehen. Die Kick sollte sanft sein, nicht punchig. Die Akkorde sollten das präsenteste Element sein. Die Melodie ist ein Flüstern obendrauf. Bass wird mehr gefühlt als gehört.

Chill Vibes.

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